Depression u.s.w

Für alle, die Hilfe brauchen oder helfen wollen

Moderator: Modis

Penelope Lovegood
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Depression u.s.w

Beitrag von Penelope Lovegood »

Hallo Leute
Ich weiß dass das ein schwieriges Thema ist aber ich finde man sollte darüber reden.
Ich bin mir sicher das ich nicht die einzige hier mit diesem Problem.
Ich selbst habe schon 2 Jahre Therapie und Klinik hinter mir und bin noch nicht gesund, deswegen kenne ich mich damit aus.
Also falls ihr Fragen habt oder einfach darüber reden wollt dann würde ich mich freuen euch Tipps zu geben oder auch einfach zuhören zu können.
Es hilft wirklich darüber zu reden.

Zeitlos
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Re: Depression u.s.w

Beitrag von Zeitlos »

Bist du dir sicher, dass es hilft, darüber zu reden?

Meiner Erfahrung nach versinkt man so nur immer mehr und mehr im Teufelskreis seiner Depressionen...

Lg
Zeitlos
~Unterbewusst festgeklammert an der Vergangenheit, physisch in der Gegenwart, mit den Gedanken jedoch bereits in der Zukunft~

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Zeitlos

Alma-Heaven Monteith
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Re: Depression u.s.w

Beitrag von Alma-Heaven Monteith »

Ich denke, das variiert von Betroffenem zu Betroffenem. Vielen hilft es, zu wissen, dass sie nicht alleine sind und es kommt ihnen so vor, als verließe sie eine große Last, wenn sie mit anderen darüber reden können.
Wenn man reden will, ist das eigentlich ein gutes Zeichen, denn es bedeutet eine gewisse Annahme von Hilfe und den Wunsch nach Zuwendung.

Sicher kann das auch vom aktuellen Gemütszustand abhängen. Aber man ist ja nicht den ganzen Tag in Depressionen versunken und daher kann es oft sehr unterstützend wirken, das Gespräch aufzunehmen.
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Keep calm and Cory on.

I know what I am and what's bleeding in me
Who knows where my ship is bound
Tell me where will I be tomorrow

M. Green

Malva
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Re: Depression u.s.w

Beitrag von Malva »

Hallo. Ich finde es auch immer problematisch darüber zu reden. In Gruppentherapien hab ich mich immer total unwohl gefühlt und wollte nur raus da.

Ist wohl wirklich von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Ich finde es aber dennoch gut, dass du anbietest zuzuhören und Erfahrungen auszutauschen. Viele Menschen würden bestimmt gerne reden, wissen aber nicht mit wem und gerade bei einer Krankheit, die soviele verschiedene Facetten hat, sind die Erfahrungen anderer auch interessant und manchmal sogar hilfreich. :blumen:

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Cate Snape
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Re: Depression u.s.w

Beitrag von Cate Snape »

Heyah,

Ich leide auch seit meinem ungefaehr 11. Lebensjahr unter Klinischen Depressionen und auch anderen Sachen. Auch war ich seit Jahren in Therapie und mit 19, dann auch in einer Klinik Vollzeit fuer 4 Monate. Die Gruppentherapien waren merkwuerdig. Meist sassen wir da fuer 2 Stunden, manche schliefen in ihren Stuehlen ein.
Einfach weil niemand den ersten Schritt gehen wollte, auch weil man nicht wirklich ueber seine Probleme sprechen will, da man meist auch weiss, dass die Person neben einem auch Probleme hat.
Ich hatte meist das Gefuehl das meine Probleme viel kleiner waeren als die, von der Person neben mir und hab mich dann meist daueber geschaemt.

Nach der Klinik, die mir zwar eine Auszeit gab aber nicht viel half, ging ich wieder 2 Mal in der Woche, spaeter 1 Mal in der Woche zur Therapie, Plus Reflexionstherapie und Antidepressivas.

Auch heute noch gehe ich in England zu Mind, einfach um mit jemanden ueber meine Depressionen zu sprechen, welcher Professionel eingearbeitet wurde und auch weil ich meine Freunde und meinen Verlobten damit nicht unter Druck setzen will.

Leben ist nicht einfach mit Depressionen oder anderem.
Aber solange man versucht immer das Gute in allem zu sehen, selbst wenn es nur ein gutes Buch ist, dann kommt man gut durchs Leben. :smile:
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Salvatore Magistrat
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Beiträge: 3
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Re: Depression u.s.w

Beitrag von Salvatore Magistrat »

Hallo,
Ich leide auch seit ungefähr 11-12 Jahren an Depressionen. Zum ersten Mal offiziell diagnostiziert wurde es vor ein paar Jahren. Aufgrund der damit einhergehenden Antriebslosigkeit habe ich mich leider nur sehr halbherzig um eine Therapie bemüht. Dazu kommen auch gelegentliche Angstzustände oder kleine Panikattacken.
Nächste Woche Dienstag beginnt dann endlich ein Klinikaufenthalt. Die scheinen dort ziemlich kompetent zu sein und ich gehe ziemlich optimistisch an die Sache ran.
Der stationäre Aufenthalt wird so zwischen vier und 10 Wochen dauern mit allem Möglichen an Therapien.
Mein Ziel ist es, zu lernen mit dieser Krankheit umgehen zu können und den Alltag gut überstehen zu können.

Ich finde es sehr gut, dass es hier die Möglichkeit gibt sich austauschen zu können. Ich hoffe, dass es vielen Menschen ein wenig hilft oder Kraft gibt den Kampf weiter zu führen. Es lohnt sich.
errare humanum est

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Ginny11
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Re: Depression u.s.w

Beitrag von Ginny11 »

Hey, ich weiß nicht ob das hier richtig ist, aber ich habe eine Frage dazu, ich weiß nicht, vielleicht klingt das total dumm, und ihr denkt euch jetzt, was das soll, aber ich wollte fragen, wie man bzw. vielleicht sogar ihr, wenn euch das nicht zu persönlich oder unangenehm ist, eigentlich merkt, dass man Depressionen hat.

Ich habe manchmal so Momente, wo ich mir denke, dass ich keine Lust mehr habe und alles blöd ist, ich weiß nicht, was das ist, vielleicht einfach nur eine Phase oder so etwas, aber ich traue mich auch nicht wirklich mit jemandem darüber offen und persönlich zu sprechen, weil mir das ziemlich unangenehm ist, und ich mich dann so überdramatisch fühle, weil viele ja viel größere, und schlimmere Probleme haben, und ich ja nur öfter mal schlecht drauf bin und nicht wirklich etwas Schlimmes habe.

Ich weiß nicht, vielleicht ist diese Frage zu persönlich oder unangenehm, ich kann verstehen, wenn ihr das nicht sagen wollt, aber vielleicht kann mir ja jemand auch eine gute Seite, oder etwas ähnliches mit Infos empfehlen.

Liebe Grüße,
Ginny11
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I am not pretty. I am not beautiful. I am as radiant as the sun.

Joker
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Re: Depression u.s.w

Beitrag von Joker »

Ginny11 hat geschrieben:Hey, ich weiß nicht ob das hier richtig ist, aber ich habe eine Frage dazu, ich weiß nicht, vielleicht klingt das total dumm, und ihr denkt euch jetzt, was das soll, aber ich wollte fragen, wie man bzw. vielleicht sogar ihr, wenn euch das nicht zu persönlich oder unangenehm ist, eigentlich merkt, dass man Depressionen hat.

Ich habe manchmal so Momente, wo ich mir denke, dass ich keine Lust mehr habe und alles blöd ist, ich weiß nicht, was das ist, vielleicht einfach nur eine Phase oder so etwas, aber ich traue mich auch nicht wirklich mit jemandem darüber offen und persönlich zu sprechen, weil mir das ziemlich unangenehm ist, und ich mich dann so überdramatisch fühle, weil viele ja viel größere, und schlimmere Probleme haben, und ich ja nur öfter mal schlecht drauf bin und nicht wirklich etwas Schlimmes habe.

Ich weiß nicht, vielleicht ist diese Frage zu persönlich oder unangenehm, ich kann verstehen, wenn ihr das nicht sagen wollt, aber vielleicht kann mir ja jemand auch eine gute Seite, oder etwas ähnliches mit Infos empfehlen.

Liebe Grüße,
Ginny11
Hey Ginny,

ich selbst erkenne es daran, dass ich mich allen vorran unmotiviert fühle. Allerdings nicht sowas wie: Oh ich hab kein Bock auf Hausaufgaben, oder sowas, sondern viel stärker, sodass ich im Alltag eingeschränkt bin.
Ich würde dann eigentlich den ganzen Tag im Bett liegen bleiben wollen, oder wenn es hoch kommt an den PC gehen und was Essen. Anziehen, Schule, Sport, Freunde/Familie treffen ist dann wie ein unüberwindbarer Berg für mich, wovor ich schon fast Angst habe das anzupacken, weil es sich bevor ich es tue so schwer anfühlt.
Manchmal fühle ich mich dabei leer, manchmal habe ich dabei Angst und manchmal bin ich dabei unheimlich traurig.
Die Traurigkeit ist halt auch bei mir sozusagen ein Symptom. Wenn etwas für mich negatives passiert, werde ich sehr emotional. Hinzu kommt auch Phasenweise ein tiefer Selbsthass, der mit Suizidgedanken einhergeht (nur Gedanken, soetwas tun würde ich niemals und ich bin auch in Therapie also keine Sorge :D). Dabei denke ich mir halt auch sowas, dass ich keine Lust mehr habe und alles blöd ist...das ist quasi bei mir die Vorstufe und dann steigere ich mich gern da rein.

Nun zu dir: Es kann ja nicht schaden, wenn dich deine Gefühle auch im Alltag einschränken, oder du meinst, dass es einfach extrem unschön oder nicht normal ist, das abzuklären. Berichte einfach mal deinen Eltern oder Freunden davon. Frag sie, wie sie dich erlebt haben seit es dir so geht. Vielleicht sagen die auch so Dinge wie das du dich zurückgezogen hast etc. dann würde das passen. Wenn aus solchen Gesprächen dann hervorgeht, dass irgendwas nicht stimmt, berichte deinem Hausarzt davon.

Hier noch ein paar Sachen/Symptome (die gern mit Depressionen einhergehen) wann du dich bitte sofort an deinen Hausarzt und deinen Eltern wendest: Suizidgedanken, SVV (Selbstverletztendes Verhalten), Esstörungen, starke Emotionslosigkeit, Panikattacken oder "Nervenzusammenbrüche", übermäßiger Konsum von Alkohol, Drogenmissbrauch, Probleme den Alltag zu bewältigen, starke Probleme mit anderen Menschen (generell, nicht auf einzelne bezogen). Kurzum: Alles was dir in irgendeiner Form schadet.

Ich hoffe ich konnte dir weiter helfen und das es dich nicht stört, dass ich sehr ins Detail gegangen bin. Kurzfassen fällt mir bei sowas schwer :D

Liebe Grüße

Joker

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Ginny11
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Re: Depression u.s.w

Beitrag von Ginny11 »

Joker hat geschrieben:
Hey Ginny,

ich selbst erkenne es daran, dass ich mich allen vorran unmotiviert fühle. Allerdings nicht sowas wie: Oh ich hab kein Bock auf Hausaufgaben, oder sowas, sondern viel stärker, sodass ich im Alltag eingeschränkt bin.
Ich würde dann eigentlich den ganzen Tag im Bett liegen bleiben wollen, oder wenn es hoch kommt an den PC gehen und was Essen. Anziehen, Schule, Sport, Freunde/Familie treffen ist dann wie ein unüberwindbarer Berg für mich, wovor ich schon fast Angst habe das anzupacken, weil es sich bevor ich es tue so schwer anfühlt.
Manchmal fühle ich mich dabei leer, manchmal habe ich dabei Angst und manchmal bin ich dabei unheimlich traurig.
Die Traurigkeit ist halt auch bei mir sozusagen ein Symptom. Wenn etwas für mich negatives passiert, werde ich sehr emotional. Hinzu kommt auch Phasenweise ein tiefer Selbsthass, der mit Suizidgedanken einhergeht (nur Gedanken, soetwas tun würde ich niemals und ich bin auch in Therapie also keine Sorge :D). Dabei denke ich mir halt auch sowas, dass ich keine Lust mehr habe und alles blöd ist...das ist quasi bei mir die Vorstufe und dann steigere ich mich gern da rein.

Nun zu dir: Es kann ja nicht schaden, wenn dich deine Gefühle auch im Alltag einschränken, oder du meinst, dass es einfach extrem unschön oder nicht normal ist, das abzuklären. Berichte einfach mal deinen Eltern oder Freunden davon. Frag sie, wie sie dich erlebt haben seit es dir so geht. Vielleicht sagen die auch so Dinge wie das du dich zurückgezogen hast etc. dann würde das passen. Wenn aus solchen Gesprächen dann hervorgeht, dass irgendwas nicht stimmt, berichte deinem Hausarzt davon.

Hier noch ein paar Sachen/Symptome (die gern mit Depressionen einhergehen) wann du dich bitte sofort an deinen Hausarzt und deinen Eltern wendest: Suizidgedanken, SVV (Selbstverletztendes Verhalten), Esstörungen, starke Emotionslosigkeit, Panikattacken oder "Nervenzusammenbrüche", übermäßiger Konsum von Alkohol, Drogenmissbrauch, Probleme den Alltag zu bewältigen, starke Probleme mit anderen Menschen (generell, nicht auf einzelne bezogen). Kurzum: Alles was dir in irgendeiner Form schadet.

Ich hoffe ich konnte dir weiter helfen und das es dich nicht stört, dass ich sehr ins Detail gegangen bin. Kurzfassen fällt mir bei sowas schwer :D

Liebe Grüße

Joker
Hi,
vielen Dank für deine Antwort, dass du auch so persönlich von dir erzählt hast. Es gibt zwar immer diese Standard Sachen, aber so wirklich gute Sachen habe ich nicht gefunden. Ich werde mal weiter gucken, wie sich alles entwickelt, da ich im Moment sowieso viel Nachdenke und sozusagen nach dem "Sinn des Lebens" suche. (Das klingt jetzt irgendwie komisch, aber ich weiß nicht wie ich das besser beschreiben soll.) Also nochmal vielen Dank.

Liebe Grüße und ein frohes neues Jahr
Ginny
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Leia Tonks
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Re: Depression u.s.w

Beitrag von Leia Tonks »

Hallo. Ich habe eine Frage.. Ich habe im Internet gegoogelt aber irgendwie nichst gefunden - Also ich wollte wissen, wenn man sich selbst verletzt, heißt das, dass man depressiv ist? Ich würde mich freuen, wenn jemand mir bald antwortet :)
LG,
Leanne
Zuletzt geändert von Leia Tonks am 07.05.2019 13:57, insgesamt 1-mal geändert.

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